Wir sind ein Fußballverein.

Aber in erster Linie sind wir ein soziales Projekt. Wir geben Flüchtlingen ein sportliches Zuhause, geben ihnen Ziele und Hoffnungen. Es ist schön, bei ihrer Entwicklung dabei zu sein, aus Einzelkämpfern, zu denen Sie ihr Umfeld vor, während und seit der Flucht gemacht hat, ein Team zu formen. Es ist schön zu sehen, dass sich bei einem Dialog auf Augenhöhe aus zwei scheinbar unvereinbaren Kulturen eine gemeinsame Sprache entwickeln kann. Ohne, dass nur einer seine Kultur verheimlichen oder verleugnen muss. Wir sind Afghanen, Iraker, Syrer Italiener, Deutsche und Österreicher. Aber das sind wir nur in unseren Dokumenten. Allen voran sind wir Blue Stars.

Es ist schön zu sehen, wie sich unsere Jungs beim Training, im Freundschafts- aber auch Meisterschaftsspiel verhalten. Von der Gesellschaft wird Respekt von den Flüchtlingen eingefordert. Eine durchaus richtige Forderung. Respekt müssen wir von jedem einzelnen einfordern dürfen, nicht nur von Flüchtenden. Bevor ich Teil dieses Projektes geworden bin, hatte ich meine Berührungsängste. Die Berichterstattung hat mir – zugegebenermassen – ein bisschen den Respekt vor den Hilfesuchenden genommen. Ich war verunsichert, worauf ich mich da eingelassen habe. Welche ‚Wilden‘ da dabei sein werden. Diese Wilden sind mittlerweile aus meinem Freundeskreis nicht mehr wegzudenken. Im ersten halben Jahr konnten wir ihnen vieles vermitteln, wie es so bei uns rennt. Beim Thema Respekt hingegen konnte ich vieles lernen.

Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich mich tatsächlich wundere, was alles möglich ist – aber nicht auf politischer, sondern auf menschlicher Ebene.

Zum Beispiel ist folgendes möglich: Unsere Mannschaft hat erfahren, dass die Wiener Gruft, die sich um obdachlose Menschen kümmert, Kochgruppen sucht. ‚Unsere‘ Flüchtlinge haben sich sofort dazu bereit erklärt, da mitzumachen – und das ist neben der unglaublich schönen Geste doppelt schön, da ausgezeichnete Köche in unserem Team sind. Böse Zungen behaupten, wir wären bessere Köche als Fußballer. Und eine dieser bösen Zungen ist meine, wobei ich natürlich nicht unerwähnt lassen darf, dass ich mich beim Essen besser auskenne als beim Fußballspielen.

Da wir aber selbst auf Sponsorgelder angewiesen sind und die Gruft neben den Kochgruppen auch die Zutaten benötigt, sind wir auf eure Hilfe angewiesen. Bitte unterstützt unser Vorhaben und gebt uns Zutaten, die wir verkochen können. Am besten ihr helft uns monetär und spendet für diese Aktion, als Verwendungszweck bitte ‚Kochen für die Gruft‘ anführen.

 

VIELEN HERZLICHEN DANK!

Euer David Behling.

 

Konto bei Bawag P.S.K. lautend auf Sportverein ‚Blauer Stern Wördern‘
IBAN: AT77 1400 0027 1011 9026
BIC: BAWAATWW

 

Layout 1

Kochen für die Gruft

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